Kataloge

[Kaiser Deutsche Segelschiffe 1986]

Heft:
Joachim Kaiser: DEUTSCHE SEGELSCHIFFE. Register über den Restbestand 1980-1986; Sonderdruck für den Museumshafen Oevelgönne; Deutschland, Glückstadt, Eigenverlag; 1986


Inhalt:   Über Quelle und Autor ↓   Hinweise ↓   Schiffe im Heft ↓  


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Über Quelle und Autor

Das relativ dünne Heft mit nur den notwendigsten Angaben auf gerade mal 67 eng bedruckten Seiten (nur das Deckblatt blieb "ungenutzt)" scheint auch nach mittlerweile 40 Jahren noch immer DAS Kompendium zu sein für bis zum Stichtag 1.1.1980 überlebenden echten Arbeitsschiffen unter Segeln, die in Deutschland oder für deutsche Auftraggeber gebaut wurden.

Nicht enthalten sind konsequenterweise die meist viel bekannteren Feuerschiffe, Segelschulschiffe, Kreuzfahrtsegelschiffe, Luxussegelyachten oder zu Motorseglern konvertierte Motorschiffe. Auch fehlen die vielen kleinen offenen Boote, z.B. Fischerreisegler wie die ostdeutschen Zeesboote. (Die Auswahlkritierien inkl. Ausnahmen stehen auf Seite 64 des Heftes.) Dennoch hat der Autor auf Grund jahrzehntelanger aufwändiger Feldarbeit durch systematisches Absuchen von Häfen in Westdeutschland und auch im europäischem Ausland inklusive der DDR(!) sowie akribische Forschungsarbeit in Registern eine bis dahin unglaubliche Annährung an Vollständigkeit erreicht. Bedenken muss man, dass damals das Internet auf diesem Gebiet noch keine Hilfe war und dem Autor angesichts seiner Herzenprojekte zur Rettung alter Schiffe für Weltreisen weder Zeit noch Mittel zur Verfügung standen.

Die Redaktionelle Arbeit zog sich bis 1986 hin, so dass bis dahin bekannt gewordene Weitere Schiffe und Änderungen bereits registrierter in einem Nachtrag ergänzt wurden.

Kann man also davon ausgehen, dass vermutlich alles was an ehemaligen, vor 1980 bzw. 1986 in oder für Deutschland gebauten Arbeitsseglern auf dem Wasser, in Museumshäfen oder in Museen auch heute noch zu bewundern ist, in diesem Register zu finden ist?
Das ist eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann. Dazu muss zum einen der aktuelle Verbleib der Schiffe aus dem Register ermittelt werden. Zum anderen muss dann geschaut werden, was es an Neuentdeckungen gibt, die Kaiser damals nicht erfasst hat. Beispiel ist der 1932 gebaute Büsumer Krabbewnkutter FORELLE VON KOLLMAR ex FORELLE [ BÜS 85 ]. Helfen können dabei auch neuere, umfangreiche Internet-Sammlungen mit zahlreichen neuen Fotos wie das Schiffshistorische Archiv des Historischen Hafens in Flensburg ↗. Dieses hat mit freundlicher Genehmigung von Joachim Kaiser sämtliche Daten in seine Datenbank übernommen. Was die Anzahl der Schgiffe betrifft, ist die Webpräsenz von "Tallship Fan" Volker Gries aus Rostock ↗ sogar noch umfangreicher. Auch er nutzt das Register als eine wichtige Referenz für seine eigene Sammlung.

Bücher wie z.B. von Joachim Kaiser, Herbert Karting und anderen Autoren über Segelschiffe

liefern mehr Details zu den Schiffen aus diesem Register.

Joachim Kaiser an Bord der Viermastbark PEKING während der Überführung des Schiffes nach der Ausdockung in Brünsbüttel zur Peters-Werft in Wewelsfleth am 2. August 2017 © Andreas Zedler

Kapitän Joachim Kaiser ist Publizist ("Ewer-Papst"), Schiffsretter (Gutachter für alte Schiffe und Projektentwickler zu deren Erhalt) sowie Aufbauer von Organisationen wie dem Museumshafens Oevelgönne, dem Förderverein RIGMOR und der Stiftung Hamburg Maritim, die sich auch für den Erhalt historischer Hafeninfrastruktur und Liegemöglichkeiten für Traditionsschiffe an verschiedenen Standorten in Hamburg u.a. der 50er Schuppen sowie dem Aufbau des dort befindlichen Hamburger Hafenmuseums engagiert, das die Keimzelle für das im Aufbau befindliche Deutschen Hafenmuseum ist. Kaiser war auch die treibende Kraft hinter der Rückholung der Viermastbark PEKING nach Deutschland, Projektsteuerer der Restaurierung in Wewelsfleth sowie der feierlichen Heimkehr der PEKING im September 2020 ↗ bis zur Übergaben des Schiffes an die Stiftung Historische Museen Hamburg.


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Hinweise

Schreibweise Fischereikennzeichen:

Aktualisierung und Stautskennzeichnung:

Namensänderungen und sonstige aktuellere Daten nach Fertigstellung des Heftes habe aus anderen Quellen in runden Klammern ergänzt. Den aktuellen Status der Schiffen habe ich durch Einfärbung der Namen gekennzeichnet:

Für verloren gegangene Gefäße habe ich das Verlustjahr mit einem Kreuz † hintenan gestellt. Bei meisten Schiffen mit unbekanntem Verbleib ist ein zwischenzeitlicher Verlust sehr wahrscheinlich. Bei anderen ist durchaus noch eine Überraschung möglich. Auch gibt es natürlich Schiffe, die zum Zeitpunkt meiner Bearbeitung der Liste ebenfalls schon verloren gegangen sein könnten. Ich habe begonnen, das Jahr der letzten Sichtung gemäß mir zur Verfügung stehenden Existenznachweisen in runden Klammern mit vorangestelltem Herz ♥ ergänzt. Als willkürliche Grenze zwischen ROT und GRÜN habe ich 10 Jahre vor meiner Recherche und dem Eintrag in diese Liste gewählt. (Beispiele: ST. JOST (♥ 2015) und PARAJOTT (♥ 2018)

Statistik Ende Juli 2026:


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Schiffe im Heft


erstellt: 11.11.2025; zuletzt geändert: 02.08.2026
© Andreas Zedler;

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